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iViP

iViP
Förderung:

BMBF - PTKA

Starttermin:

07/1998

Endtermin:

06/2002

integrierte Virtuelle Produktentstehung

Teilprojekt 2.3: Innovative Technologien und Systeme für die integrierte virtuelle Produktentstehung

iViP

ABSTRACT

Das am 1. Juli 1998 gestartete Leitprojekt war eine Gemeinschaftsinitiative von Endproduktherstellern, Zulieferern und Dienstleistungsunternehmen sowie von Software-Unternehmen und interdisziplinären Forschungseinrichtungen. Das Projekt befasste sich mit der durchgehenden Digitalisierung des Produktentstehungsprozesses, die als Schlüssel zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit angesehen wurde.

Die integrierte Virtuelle Produktentstehung stellte in diesem Zusammenhang einen neuen Ansatz dar. Der Begriff „virtuell" bezeichnete hierbei die über alle Phasen durchgängig digitale Produktentstehung mittels dreidimensionaler Modelle über Unternehmensgrenzen und -standorte hinweg. Die Grundlage bildeten innovative Technologien wie Digital Mock-Up (DMU), Virtual Reality (VR), Multimedia, Werkzeuge für die frühen Produktentwicklungsphasen sowie zukunftsorientierte Organisations-, Kommunikations- und Informationssysteme, welche über eine einheitliche Benutzungsschnittstelle integriert wurden.


ZIELSETZUNG

Ziel des Projektes war die Entwicklung und industrielle Einführung von innovativen Software-Tools, mit denen auf der Basis virtueller Produkte und durchgängig integrierter Prozesse eine vollständig virtuelle Produktentstehung realisiert wurde. Hierdurch wurde in bisher nicht gekanntem Ausmaß die informationstechnische Durchgängigkeit sowie die branchenübergreifende Vernetzung aller Einzelaufgaben zu integrierten Prozessflüssen erreicht. Dies führte zu einer spürbaren Reduktion von Iterationsschritten und einer signifikanten Verkürzung des „time-to-market".

 

LÖSUNGSANSATZ

Die Grundlage der Entwicklung bildete der sogenannte „Digitale Master". Darunter versteht man einen verbindlichen Informationsträger, der sämtliche für die Produktentstehung und alle Folgephasen relevanten Daten eines Produktes enthält. Die dem Projekt zugrundeliegende iViP-Architektur sah die Schaffung einer offenen Integrationsplattform vor, welche auch die Einbindung bestehender heterogener Systemwelten unterstützt.

Durch die Bereitstellung eines einheitlichen Clients für den gesamten Produktentstehungsprozess wurde dem Benutzer ein vereinheitlichter Zugang zu unterschiedlichsten Werkzeugen ermöglicht. Unter einer einheitlichen Benutzungsoberfläche wurden neuartige Werkzeuge für die Produktkonzeption, -konstruktion, -validierung, das Produktdatenmanagement und die Fertigungsvorbereitung bereitgestellt. Hierdurch wurde die bedarfsorientierte Einbindung und lokale Nutzung verfügbarer Anwendungen bzw. Systeme für kleine und mittelständische Unternehmen nutzbar gemacht.

 

PROJEKTSTRUKTUR

Das Gesamtprojekt gliederte sich in sechs Projektcluster. Die Projektcluster 1 und 2 beschäftigten sich vorrangig mit der Erarbeitung infrastruktureller Grundlagen für die System- und Datenintegration, während in den Projektclustern 3, 4, 5 und 6 branchen- und unternehmensübergreifende Anwendungen entwickelt wurden. Am Institut wurde im Teilprojekt 2.3 (Datenintegrationsdienste für den Digitalen Master) in enger Zusammenarbeit mit der SAP AG ein Tool für das semantische Mapping entwickelt. Hierunter verstand man die dynamische, wertabhängige Abbildung von Objekten und deren Strukturen zur Informationserhaltung. Um benutzerspezifische Modellerweiterungen (z.B. Änderung der Attributsemantik) zu ermöglichen, musste ein solcher Mapper konfigurierbar sein. Im Rahmen des Projektes wurde ein Prototyp zur Abbildung regulärer Ausdrücke implementiert.

 

PROJEKTPARTNER