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Infolog

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Förderung:

MWF BaWü

Starttermin:

01/1995

Endtermin:

09/2002

Informationslogistik für die Internetbasierte Prozessinteraktion bei der branchenübergreifenden Kooperation

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ABSTRACT

Die zunehmende Komplexität gegenwärtiger Produkte führt durch die Beteiligung von Experten vieler, verschiedener Fachbereiche zu einer engen Verzahnung von Entwicklung und Produktion. Dies erfordert eine entsprechende informationstechnische Unterstützung der interdisziplinären Zusammenarbeit. Zielsetzung ist es, Methoden und Dienste zur Unterstützung paralleler Planungs- und Datenhaltungsprozesse zur Verfügung zu stellen.

 

PROBLEMSTELLUNG

Die internationale Marktsituation mit dem Trend zu immer kürzeren Entwicklungszyklen und einer zunehmenden Kundenorientierung zwingt zur Ausschöpfung der Rationalisierungspotentiale auch in den Nichtproduktionsbereichen. So sind bei der Produktentwicklung nicht nur die Hersteller, sondern auch Zulieferer, Dienstleister und der Kunde involviert. Jeder dieser Beteiligten leistet einen Beitrag, angefangen von der Produktidee bis hin zum Produktrecycling. In den frühen Phasen der Produktentwicklung führt dies zu einer immer engeren Betrachtung des Planungs- und Entwicklungsprozesses und zwangsläufig zu einer intensiveren Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten. Dies erfordert jedoch eine transparente Darstellung und Koordination der einzelnen Aktivitäten der Projektbeteiligten, um ein Produkt schnell und kostengünstig auf den Markt zu bringen. Oftmals stehen der Realisierung der Forderung nach einer Verkürzung der Durchlaufzeiten organisatorische, kommunikative und informationstechnische Defizite der Unternehmen entgegen. Während die Durchlaufzeiten in der Produktion durch Rationalisierungsmaßnahmen und neue Technologien ständig verkürzt werden, besteht gerade in den frühen Phasen der Produktentwicklung ein erheblicher Nachholbedarf an Methoden und Techniken zum Aufbau von effizienten Informations- und Kommunikationsstrukturen. Daraus resultiert zusammen mit den Potentialen weltweiter Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen die Notwendigkeit einer effizienten „Informationslogistik“.

 

LÖSUNGSANSATZ

Ziel des Forschungsschwerpunktes war es, Modelle und Methoden zur Konzeption einer unternehmens- und branchenübergreifenden Informationslogistik zu entwickeln, und Systeme zu ihrer Unterstützung prototypisch zu implementieren. Inhalt des institutsübergreifenden Forschungsprojekts Informationslogistik war die Unterstützung der Projektierung, der Projektbearbeitung und des Projektcontrollings branchenübergreifender Kooperationen. Diese Unterstützung hatte zum Ziel, die Beherrschung schlecht strukturierbarer, verteilter Planungs- und Entwicklungsprozesse, zu vereinfachen.
Zur Erreichung dieses Ziels, wurden im institutsübergreifenden Projekt die folgenden Arbeitsgebiete betrachtet (s. Bild):
Teamorientierte Modellierung und inhaltliche Koordination von Planungsprozessen

  • Effiziente Suche in einer Wissensbasis mit Hilfe von semantischen Begriffsnetze
  • Dynamische Zuordnung von Informationsobjekten zu den Planungsprozessen durch Web Services
  • Modellierung, Simulation und Optimierung von Planungsprozessen mit Hilfe von Petrinetzen und naturanalogen Optimierungsverfahren
  • XML-basiertes, asynchrones Projektcontrolling


Die Arbeitsgebiete der Entwicklungsprozessmodellierung und -optimierung dienten als Voraussetzung zur Strukturierung der zugrunde liegenden Kooperationen unter Berücksichtigung der Dynamik im Projektverlauf (veränderliche Randbedingungen und Zielvorstellungen, etc.). Die Planungsbeherrschung mittels Informationsverdichtung war die Voraussetzung zum projektbegleitenden Controlling durch die Projektleitung. Die Aufgabengebiete der internetbasierten Prozessinteraktion, d.h. die Bereitstellung von verteilten Informationsobjekten im aktuellen, lokalen Prozess und die Bereitstellung von Entwicklungsprozesswissen fungierten als essentielle Basisdienste von der Projektidee bis zur Fertigstellung des Produkts. Aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Informatik und Maschinenbau wurde eine interdisziplinäre Forschungsgruppe zusammengestellt, die am Beispiel der Entwicklung eines Neubaus eines Verwaltungsgebäudes eine branchenübergreifende Informationslogistik analysierte und entwickelte.

 

PROJEKTPARTNER

Institut für industrielle Bauproduktion

Institut für Prozessrechentechnik und Robotik

Institut für Rechnerentwurf und Fehlertoleranz

Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik