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Consis

Consis
Projektgruppe:

AG1: Prozess Engineering

Förderung:

Industrieprojekt

Starttermin:

08/2009

Endtermin:

04/2011

Consis

Projektname: Analysieren und Strukturieren von Produktinformation im Vertrieb (Consis)

 

Schlagwörter: heterogene Daten, Wissensmanagement, ontologie-basierte Suche, interdisziplinären Klassifikationschemen

 

Problemstellung:

Daten und Informationen über entwickelte Produkte sowie in diesem Zusammenhang dazugehörige Dokumente liegen des Öfteren in unterschiedlichen Abteilungen der Unternehmen vor. Hierbei sind verschiedene Informationsarten zu differenzieren:

  • Textuelle Information – Text repräsentiert durch alphanummerische Zeichen
  • Graphische Information – Information in Form von Diagrammen, Graphen, Zeichnungen, Skizzen
  • Bildinformation – Information repräsentiert im allgemeinen Objekte und deren Beziehungen
  • Filminformation – Information repräsentiert im allgemeinen Handlungen, Prozesse, dynamische Vorgänge
  • Audioinformation – Aufnahmen meist natürlicher Vorgaben (Töne, Geräusche, Sprache) oder synthetisch hergestellte akustische Information

Die Menge der digitalen Daten wächst beispielsweise während der Produktentstehungsphase exponentiell mit der Zeit. Die Komplexität dieses Problems steigt, aufgrund fehlender adäquater Informationslogistik in Bezug auf die Vielfalt der Quellen und deren Repräsentationsformate. Darüber hinaus wird diese Problematik dadurch erschwert, dass technische Daten, die aus Produktentstehungsprozessen entstehen, abteilungsübergreifend zugänglich gemacht werden sollen. Die Verbesserung des Zuganges zu den relevanten Produktinformationen – und damit deren Analyse und Strukturierung – wird als große Herausforderung gesehen.

 

Zielsetzung:

Das Ziel des Projektes ist die Erstellung eines Konzeptes zur Analyse und Strukturierung von Produktinformationen, welches den Nutzer bei der anwendungsorientierten Verwaltung und Bereitstellung der relevanten Informationen aus einem heterogenen Datenbestand (z.B. Dokumente, Daten von Produkten) unterstützt. Die Unterstützung soll dabei anhand einer einheitlichen Terminologie (Klassifikation) erfolgen. Als Teilziele sind definiert:

  1. Ermittlung der eingesetzten Systeme und deren Output-Informationen. Der Fokus ist dabei auf die Überprüfung der Relevanz der Output-Informationen und Vervollständigung bzw. Erweiterung der bestehenden Terminologie zu legen.
  2. Untersuchung der heterogenen Systemlandschaft in Hinblick auf die Erzeugung der Daten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Feststellung der Art, wie die Daten/Informationen in das System eingepflegt werden. Zum Teil ist es so, dass die Daten manuell vom Anwender in das System eingegeben werden. Hierzu sollen mögliche Aspekte der Automatisierung von Informationsgewinnung beleuchtet werden. Zusätzlich soll der Ursprung der Information ausfindig gemacht werden, um die Entstehungshistorie nachvollziehbar zu dokumentieren.
  3. Aufzeigen von gegenseitiger Vernetzung der Systeme untereinander. Die eingesetzten Systeme sollen analysiert werden, so dass mögliche wechselseitige Beeinflussung entdeckt werden kann. Folglich kann der Informationsredundanz entgegengewirkt werden.
  4. Aufzeigen von möglichen Strukturierungsarten der Information hinsichtlich der Kommunikation mit dem Anwender. Bei der Visualisierung von Information äußert sich Strukturierung im Layout. Die Struktur ist entscheidend für die Effizienz der Kommunikation von Information. Da nicht jeder Strukturtyp sich für jeden Informationssachverhalt eignet, sollen im Rahmen des Projektes geeignete Visualisierungsarten untersucht werden. (z.B. sequentielle Struktur, hierarchische Struktur, tabellarische Struktur etc.)

Lösungsansatz/Konzept:

Ein möglicher Lösungsansatz besteht in der Generierung einer abteilungsübergreifenden, anwendungsorientierten Nomenklatur bzw. Klassifikation. Dadurch können verbesserte Möglichkeiten geschaffen werden, Anforderungen an Neuprodukte mit Information aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens z.B. Entwicklung und Konstruktion, Vertrieb etc. zu verknüpfen. Des Weiteren wird die relevante Information aus einer Datenmenge gewonnen und in Wissensbasis abgelegt. Der Informationszugriff wird über eine webbasierte Plattform gewährleistet. Darüber hinaus sind folgende inhaltliche Arbeitsschwerpunkte für die nächsten Schritte definiert:

  • Entwicklung eines abteilungsübergreifenden Konzepts zur kontrollierten Entstehung, Aufbereitung und Weitergabe von Produktinformation
  • Analyse der Auswirkungen von neugenerierter Information aus Kundenkommunikation auf die Unternehmensprozesse und Systemlandschaft
  • Entwicklung einer funktionsorientierten, interdisziplinären Klassifikation und Erweiterung der bestehenden durch diese
  • Konzeption und Entwicklung eines ontologiebasierten intelligenten Wissens- managementsystems
  • Integration des Wissensmanagementsystems in die bestehende Systemlandschaft
  • Entwicklung eines Konzepts zur ontologiebasierten Suche
  • Bewertung der Potentiale der ontologiebasierten Suche anhand von Anwendungsszenarien

 

Abbildung 1 Layout des Wissensmanagementsystems

 

Consortium:

      Daimler AG