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Eröffnung des „Industrie 4.0 Collaboration Lab“. Nukleus für Wachstum

Am 24. September 2014 wurde am KIT das „Industrie 4.0 Collaboration Lab“ im LESC (Lifecycle Engineering Solutions Center) gemeinsam mit der SolidLine AG und dem Bechtle IT-Systemhaus Karlsruhe und dem Forschungszentrum Informatik (FZI) eröffnet.
Industrie4.0
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Eröffnung Industrie 4.0 Lab
Farbikplanung
Live Demo "Fabrikplanung mit Virtual Reality authoring system PolyVR" Firma Gabler GmbH+Co.KG
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„Mittelstand trifft Forschung“

Am 24. September 2014 wurde am KIT das „Industrie 4.0 Collaboration Lab“  im LESC (Lifecycle Engineering Solutions Center)gemeinsam mit der SolidLine AG und dem Bechtle IT-Systemhaus Karlsruhe und dem Forschungszentrum Informatik (FZI) eröffnet. Zahlreiche informativen Vorträge zum Thema Industrie 4.0 und vielfältige Live Demos beleuchteten das Thema Industrie 4.0. Unter dem Slogan „Mittelstand trifft Forschung“ gehen die Partner aus Wirtschaft und Forschung künftig gemeinsam Projekte an und setzten sich als Ziel, mittelständige Unternehmen bei der Umstellung auf Industrie 4.0 zu befähigen.

Mit dem „Industrie 4.0 Collaboration Lab“ wurde eine integrierte Software- und Hardwareumgebung geschaffen, die es ermöglicht, den Lebenszyklusgedanken in der Produktentwicklung konkret umzusetzen. Eine wichtige Zielgruppe sind dabei die Ingenieure von morgen. So verfügt jeder der rund 4.000 KIT-Maschinenbaustudenten bereits ab dem ersten Semester über eine SOLIDWORKS CAD-Lizenz. Darüber hinaus nutzen die Maschinenbau- wie auch die Masterstudenten benachbarter Disziplinen wie Elektrotechnik, Informatik oder Mechatronik ein erweitertes Spektrum an SOLIDWORKS-Anwendungen und die institutseigene CAVE zum Lernen, Forschen und Experimentieren. Neben der Lehre steht gleichberechtigt die Praxis. Gemäß dem Credo „Mittelstand trifft Forschung“ bietet das Lab Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen und Produkte frühzeitig zu testen und sich mit der Arbeit in 3D-Umgebungen vertraut zu machen. Auch eine entsprechende Weiterbildung von Mitarbeitern ist hier realisierbar. Generell wird das  „Industrie 4.0 Collaboration Lab“ eine offene Plattform für Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen sein.

Industrie 4.0 steht für die Verschmelzung der umgebenden physischen Produkte, Maschinen oder Anlagen mit virtuellen, aus Unmengen von Daten errichteten Welten. Durch die nahtlose Vernetzung und Kommunikation im Internet entstehen unvorhersehbare Geschäftspotenziale, die für mittelständische Unternehmen erst dann von Interesse sind, wenn diese für sie greifbar werden. Für den Mittelstand zählen konkrete Lösungen und messbare Mehrwerte für das Geschäft. Vorhandene Infrastrukturen sollten weiterhin genutzt werden, die dann schrittweise zu verbessern sind, indem u.a. Prozesse automatisiert, Kapazitäten erhöht, Energie gespart und Kosten senken werden.

Die Lücke, die Industrie 4.0 im Bereich der Produktentwicklung schließt, ist die Vollständigkeit und Durchgängigkeit der IT-Unterstützung. Produkte werden heute erfolgreich entwickelt, aber mit zu hohem Zeit- und Kostenaufwand. Im „Industrie 4.0 Collaboration Lab“ werden neben Entwicklungsdaten systematisch weitere Datenquellen einbezogen, das Labor stellt hierfür ineinandergreifende Software- und Hardwarestrukturen bereit. Dadurch können individuelle Anforderungen besser berücksichtigt und Entwicklungszeiten verkürzt werden. Durch den Einsatz von Virtual Engineering, welches den gesamten Produktlebenszyklus aus Prozess- wie auch aus IT-Systemsicht ganzheitlich unterstützt, werden neue Ingenieurmethoden entwickelt. Diese werden im „Industrie 4.0 Collaboration Lab“ zur Abstimmung, Bewertung und Absicherung der Ergebnisse aller Partner angewandt, unter Verwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien wie CAD/CAE, PDM/PLM, Web, Cloud und Virtuelle Realität.

Für den Mittelstand ist Industrie 4.0 ist als Dauerthema zu betrachten, wo neue Technologien und deren unmittelbaren praktischen Einsatz verzahnt sind. Dies setzt voraus fortlaufend Fragen zu stellen und neue Konzepte auszuprobieren. Die Veränderung erfolgt dabei nicht „von oben nach unten“. Industrie 4.0 Lösungen für den Mittelstand sind pragmatisch und spezifisch anzugehen. Veränderungen entstehen im Nukleus, so wie jede evolutionäre Entwicklung. Das Industrie 4.0 Collaboration Lab soll als ein dieser Nuklei dienen und stellt einen Lern- und Erfahrungsort zur Verfügung um klein zu beginnen und die Chance zu wachsen zu bekommen.

Mehr über die "Industrie 4.0 Collaboration Lab" können Sie auf Seite 20-21 des Magazins SOLIDnews   und Bechtle Webseite lesen.